Portfolio

Eine "echte" Autorin sein

das ist seit meiner Jugend ein Herzenswunsch.
Wie mein Weg dorthin bisher aussah? Was ich dazu getan habe, dass sich dieser Wunsch erfüllt?

Wenn du mehr darüber wissen möchtest, lies weiter :)

Lieber ein andermal?
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Die Anfänge

Nachts, bei Kerzenschein am Fenster meines Kinderzimmers sitzen, Norah Jones hören, nachdenken und romantische Gedichte schreiben. Träumen. So hat es begonnen, mit ungefähr 13 Jahren. 

Und dann?

Schule, Ausbildung, das Leben als solches zu meistern versuchen. Mein Traum blieb lange nur das: ein Traum. 
Ich wollte die nächste J.K.Rowling sein, aber wie sollte ich dahin kommen?
Erstmal gab ich meiner Deutschlehrerin meine Gedichte. Sie sollte mal einen Blick darauf werfen, sagen, was sie dazu meint...

Die ersten wirklichen Schritte

machte ich über ein Fernstudium an der Hamburger Akademie, der Schule des Schreibens. Über drei Jahre lernte ich Stück für Stück, was es wirklich heißt, zu schreiben. Kurzgeschichten und andere Textgattungen, Romanprojekte und wie man solche wirklich angeht. 

Nebenbei schlug ich mich irgendwie durch's Leben. Machte dies und jenes, stets mit einem Filmmotto im Hinterkopf: "Nur weil du als Ladengehilfe arbeitest, heißt das nicht, dass du ein Ladengehilfe bist" ( aus dem Film: Stardust -> Prädikat: wertvoll ;) )

Wettbewerbe

Nach der Ausbildung im kreativen Schreiben begann ich, bei Schreib-Wettbewerben mitzumachen. Auf beispielsweise dieser Website machte ich mich schlau und sammelte erste Erfahrungen mit Wettbewerbsbeiträgen. Es dauerte etwas, bis sich die Erfolge einstellten, da ich zu jener Zeit auch meine Ausbildung zur Sozialbetreuerin begann.

Erste Erfolge

Zum Ende meiner Ausbildung im Sozialbereich initiierte eine damalige Lehrperson in Deutsch und Geschichte, Interviews mit Menschen zu führen, die noch Erinnerungen an den zweiten Weltkrieg haben. 
Ich interviewte meine Großmutter und der daraus resultierende Text fand viel Anklang! Er wurde in einer Anthologie veröffentlicht und meine Lehrerin empfahl mich für eine Lesung mit namhaften, lokalen Autorinnen.

Die erste Lesung

Fand in Thüringen(Vlbg) in der Villa Falkenhorst statt. 
"Tee mit Rum oder so gemischt das Leben" lautete der Titel der Veranstaltung.

So lernte ich unter Anderem Petra Ganglbauer und Erika Kronabitter kennen. Zwei Schaffenden, die mich sehr inspirierten und denen ich noch öfters begegnen sollte.
Die Lesung am 22. November 2015 war sehr aufregend und das Feedback, das ich bekam, wirklich wunderbar. 

Fazit? Unbedingt weitermachen. 
Gut, das hatte ich ja ohnehin vor! 
Ausbildung fast beendet, das Diplom so gut wie in der Tasche. Welt, mach dich bereit!

Hochmotiviert

entdeckte ich eine Ausschreibung der lokalen Zeitung. Eine Weltreise war zu gewinnen. Gefordert waren kreative Beiträge. Tag und Nacht feilte ich an meinem Beitrag, fieberte auf den Sieg. Was ich schrieb? Meinen ersten Poetry Slam! Willst du diesen sehen, hören, erfahren? Kannst du hier.

Geklappt hat es mit der Weltreise leider nicht. Dennoch hatte ich etwas geschaffen, das mir heute noch Freude macht und mit dem ich mich auch auf Vorarlberger Bühnen wagte. Einmal beim OpenMic in Dornbirn und dann auch bei "Schrödingers Katze".
Das Publikum war begeistert! #whatajoy

Welt, ich komme!

Nach der Ausbildung flog ich erstmal weg. Wollte den Ort erkunden, den ich mein ganzes Leben lang besuchen wollte. Einen Monat lang reiste ich allein durch Irland. Ich mietete ein Auto und tourte durch das Land. Zudem entwickelte und schrieb ich an meinem ersten Romanprojekt. Ich fühlte mich frei und wild und ungezähmt. Es war wunderbar!

Back @ home

begann ich meine Arbeit als Sozialbetreuerin für Familienarbeit und nahm nebenher immer wieder an Wettbewerben teil. Es regnete natürlich viele Absagen. Aber nicht nur!
2017 wurde eine meiner Kurzgeschichten "Beat by Beat - Heroes of Sound" in einer Anthologie veröffentlicht! Bereits das zweite Mal stand mein Name in einem gedrucken Werk. Fühlte sich echt heroisch an!

Und dann kam: Worms

Worms. Diese Stadt in Deutschland veranstaltet immer wieder Autorenwettbewerbe. Anlässlich der Nibelungenfestspiele suchten sie Texte von Nachwuchsautor/innen. Ein Theaterstück zum Thema Rache in Bezug auf die Nibelungensaga sollte es sein. Theaterstücke? Damit hatte ich keine Erfahrung. Ganz simpel googelte ich "Wie schreibt man ein Theaterstück?" und machte mir so meine Gedanken. Dann setzte ich mich hin und schrieb, wie gefordert, eine erste Szene und einen groben Entwurf des Stücks. Ich schickte es weg und...

...sie luden mich ein!

gemeinsam mit vier anderen Nachwuchsautor/innen sollte ich nach Worms reisen um so genannte "Entwicklungsgespräche" zu führen. Ich traf namhafte Leute aus der Branche, die mir in Einzelgesprächen Tipps zu meinem Stück "Q-Rage" gaben. Das war vielleicht eine Erfahrung!
Aug in Aug mit Albert Ostermaier, Jürgen Berger, Thomas Laue und Bettina Walther.
Ich kam mir schon ganz groß vor ;) Hier gibt's sogar noch einen Artikel dazu. 

Das große Finale...

..war im August. Das Festival in Worms war im Gange, wir waren auch zu Ostermaier's Inszinierung von "Glut" eingeladen (unfassbar überwältigend war dieses Schauspiel!), und trafen Backstage auf bekannte Schauspieler, wie zB Heio von Stetten. Der Wettbewerbs-entscheidungsabend rückte näher.
Nico Hoffmann (!!!) eröffnete den Abend, pries uns, den Nachwuchs und los gings:

Ein Regisseur hatte unsere 5 Stücke quasi auf eine Dauer vorn 15 Minuten "eingedampft" und ein Schauspielerenseble trug die Stücke in Form einer szenischen Lesung dem geneigten Publikum vor.

Was für ein Gefühl! Meine Worte und Gedanken aus dem Mund von Schauspielern zu hören! Das laute Lachen des Publikums! Es war einfach berauschend!

Die Enttäuschung

war groß. Ich hatte nicht gewonnen. Na gut, sagte ich mir. Wer waren meine Konkurrenten? Angehende Theaterwissenschaftler, Leute, die sich seit Jahren mit dem Stückeschreiben auseinandersetzten. Das war immerhin mein erstes Theaterstück und ich war so weit gekommen damit! 

Zurück im Sattel

Bei einem Wettbewerb zum Thema  „Respekt, Toleranz, Güte“ der FDA Berlin, machte meine Kurzgeschichte "Liftgefühl" 2018 den dritten Platz! 
2018 sollte für mich als Autorin ein sehr besonderes Jahr werden. 

Gotha

Auf den Wink einer meiner Wormser Mitbewerber, Tobias Steinfeld, hin, begann ich, mich nach Stipendien umzusehen. In der deutschen Stadt Gotha suchten sie eine/n Stadtschreiber/in. Im Glauben, dass das ohnehin nichts werden würde, bewarb ich mich mit meinen ersten Romanversuchen, dem ersten Teil meiner geplanten Jugendbuchreihe. Ein halbes Jahr sollte diese Stadtschreiberin in der thüringischen Stadt leben, regelmäßig Zeitungskolumnen verfassen, Workshops geben, Lesungen veranstalten. Ich hatte doch sehr wenig Ahnung von Alldem und dachte mir "verlieren kannst du ja eh nichts." Also bewarb ich mich und: wurde angenommen!

Über Gotha

Gibt es ganz viel zu berichten! Ich habe dazu eine eigene, private Homepage. Wer dort hineinstöbern mag, kann sich gerne bei mir melden.
Meine Kolumnen sind auch auf der städtischen Webseite hinterlegt.

In Gotha entflammte ich übrigens vollends für's Theater...

The next big step

Zu einer meiner Lesungen in Gotha entwickelte ich eine Kurzgeschichte, in welcher auch die historische Figur "Josef Gadolla" vorkam. Die Geschichte fand so viel Anklang, dass auch der Oberbürgermeister der Stadt darauf aufmerksam wurde und mir kurzerhand den Auftrag erteilte, aus der Kurzgeschichte einen Roman zu entwickeln.
Nach meiner Zeit in Gotha, die mich über mich hinaus wachsen ließ, kerhte ich heim. Nahm meine Arbeit wieder auf und schrieb an "Gadolla" ...

Das fertige Buch

macht mich ziemlich stolz! "Zur vollen Stunde" lautet sein Titel und ich habe schon viel positives Feedback bekommen!

Doch ich war und bin natürlich noch nicht am Ende meines Weges als Autorin.
In Vorarlberg lief wieder eine Ausschreibung. Ein Theaterstück war gefragt. Das Thema? Gewaltverbot in der Kindererziehung. Ein Kinderstück sollte es werden... ein Kinderstück wurde es! Ich gewann einen Preis für "B.S.K." - die Bande der starken Kinder und die Aussicht, dass das Stück aufgeführt werden sollte, beflügelte mich. 

Ebenso organisierte ich mir Lesungstermine, bei denen ich mein Buch vorstellen sollte, in Vorarlberg, Gotha, Innsbruck, Osttirol usw.
Ich machte eine Weiterbildung zur Theaterpädagogin in Innsbruck und dann...

..kam Corona

und brachte Alles zum erliegen. Erst dachte ich noch: 2020! Das wird mein Jahr! Jetzt starte ich voll durch!

 Ich war unterwegs auf der Überholspur, als mich dieses Virus vollends ausbremste.

Auch meine Motivation kam zum erliegen. Es geschah nicht viel ...  ein Gedicht von mir wurde im Lokalradio, dem Programm "Wohnzimmerliteratur" ausgestrahlt und ich erstellte "Microlesungen" um mein Buch zu vermarkten,  aber sonst?

2021

Noch immer befinden wir uns in einer Zeit, in der der Genuss von Kunst und Kultur stark eingeschränkt ist.

Wie es weiter geht?
Wir werden sehen. Doch mit den Sonnenstrahlen des Frühlings kehrt auch die Motivation wieder zurück :)

So long ... read my book ;)